Externer Datenschutzbeauftragter: Kosten, Preise & Stundensätze im Überblick

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Zusammenfassung

Datenschutzbeauftragter extern: Kosten ab 350 € bis 800 € im Monat, je nach Größe Ihres Unternehmens. Hinzu kommt meist ein initiales Audit. Das kann in wenigen Tagen erledigt sein oder sich über mehrere Monate ziehen, deshalb schwanken die Kosten externer Datenschutzbeauftragter zu Beginn deutlich. Im Vergleich zur internen Lösung hat die externe klare Vorteile. Sie stärken das Vertrauen von Kunden und Partnern und senken gleichzeitig Ihr Haftungsrisiko.

In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die Kosten eines Datenschutzbeauftragten. In den Kosten unterscheiden sich externe Datenschutzbeauftragte stark voneinander. Sowohl Paketpreise als auch Honorar-Vergütungen sind möglich. Wir geben Ihnen einen ganzheitlichen Überblick über die Kosten, um für Ihr Unternehmen eine Entscheidung zu treffen.

Was kostet ein externer Datenschutzbeauftragter?

Bei der Einschätzung der Kosten spielt der Beratungsaufwand und die aktuelle Situation im Unternehmen hinsichtlich des Themas Datenschutz eine große Rolle. Grundsätzlich fallen initiale und fortlaufende Kosten an. Marktüblich sind für die initialen Aufwände ein Kostenrahmen ab 3.000 € und für die fortlaufenden Aufwände ein Kostenrahmen ab 350 € pro Monat. Mit Blick auf diese Kosten lässt sich auch feststellen, dass ein interner Datenschutzbeauftragter gem. Art. 37 DSGVO nicht die günstigere Alternative ist. Qualität hat zwar ihren Preis und Angebote ab bspw. 50 € sind als eher unseriös einzustufen, qualitätsbewusste externe Datenschutzbeauftragte können Ihnen dafür jedoch ein individuelles Angebot erstellen und so genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens eingehen.

Währenddessen behalten sie die volle Planungssicherheit, was die Kosten angeht. Der Umfang der datenschutzrechtlichen Betreuung lässt sich durch verschiedene Faktoren abschätzen; über die grundlegenden Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten. Üblicherweise wird bei einem Erstgespräch eine Analyse durchgeführt, um herauszufinden, wie es um die folgenden Punkte steht:

Größe des Unternehmens

Entscheidend für den Aufwand bei Anfragen von Betroffenen ist die Größe des Kundenstamms und die Anzahl der Mitarbeiter.

Branche des Unternehmens (B2B oder B2C)

Gerade Geschäftstätigkeiten mit besonders personenbezogenen Daten verursachen einen erhöhten Aufwand. Ebenfalls ist hier entscheidend wie stark sich das Unternehmen in den Arbeitsweisen ändert (Digitalisierung).

Auftragsverarbeiter

Durch die weisungsgebundene Verarbeitung von personenbezogenen Daten von Kunden, müssen erweiterte Nachweise erstellt werden.

Datenschutz-Folgenabschätzung

Die Datenschutz-Folgenabschätzung ist eine sehr umfassende Beurteilung von Risiken im Datenschutz. Die DSGVO und die Aufsichtsbehörden haben bereits festgelegt, wann eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) durchzuführen ist.

Organisations-Struktur

Für eine individuelle Bewertung bietet sich ein Unternehmens-Organigramm an. Pauschal lässt sich festhalten, dass einzelne Unternehmen weniger Aufwand in Anspruch nehmen als Unternehmensgruppen.

Status des Datenschutzes

Selbstverständlich sollte sich ein Datenschutzbeauftragter individuell in ein Unternehmen einarbeiten, daher ist es sehr wichtig, zu analysieren, welche Anforderungen bereits erfüllt werden.

Preismodelle beim externen Datenschutzbeauftragten: Pauschale, Stundensatz oder Honorar?

Die Kosten für einen externen Datenschutzbeauftragten hängen nicht nur von der Unternehmensgröße ab, sondern auch vom Preismodell. Anbieter rechnen entweder pauschal pro Monat, nach Stundensatz oder Tagessatz oder per Honorar für einzelne Projekte ab. Die folgende Übersicht zeigt, worauf Sie bei Angeboten und Preislisten achten sollten.

Preismodell So funktioniert die Abrechnung Typische Kosten Planbarkeit Geeignet für
Monatspauschale fester Betrag pro Monat, definierter Leistungsumfang ab 350 € bis 800 € pro Monat (je nach Größe) hoch KMU und Mittelstand mit laufendem Betreuungsbedarf
Stunden- oder Tagessatz Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand 200 € gering Einzelfragen und Sonderprojekte
Honorar für Einzelprojekte Festpreis für Erstaudit, Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) oder Datenschutzkonzept Erstaudit ab 3.000 € mittel Einführung, Erstaufnahme, Audit
Software-Abo (DSMS) Lizenz pro Monat, ohne persönlichen Datenschutzbeauftragten Starter ab 99 € pro Monat, Professional ab 299 € pro Monat hoch Unternehmen mit eigenem Datenschutzverantwortlichen

Alle Preise für einen externen Datenschutzbeauftragten verstehen sich als Richtwerte, Stand 2026. Welches Modell zu Ihrem Unternehmen passt, hängt von Größe, Branche und Betreuungsbedarf ab.

Unterschiede zwischen externen Datenschutzbeauftragten

Viele Unternehmen stehen vor der Frage, ob sie einen internen oder externen Datenschutzbeauftragten bestellen sollen. Fällt die Wahl auf einen externen Datenschutzbeauftragten, geht es im zweiten Schritt um die Art des Anbieters. Grundsätzlich gibt es drei Modelle: die Beratung durch eine Kanzlei, eine reine Softwarelösung oder eine hybride Lösung aus Software und Beratung.

Datenschutzbeauftragter durch Kanzleien

Wer eine Kanzlei beauftragt, setzt auf erfahrene Volljuristen mit fundiertem rechtlichem Wissen. Der Fokus liegt dabei klar auf dem Recht. Wirtschaftliche Interessen des Unternehmens geraten manchmal in den Hintergrund, und der Bezug zum Tagesgeschäft fehlt mitunter. Auch die Reaktionszeiten sind oft länger. Viele Kanzleien rechnen nach Stunden ab, wodurch sich die Kosten für einen externen Datenschutzbeauftragten nur schwer im Voraus planen lassen.

Reine Softwarelösung als Datenschutzbeauftragter

Eine rein digitale Lösung wirkt modern, und oft entsteht die Software in Zusammenarbeit mit Fachleuten. An die individuellen Abläufe eines Unternehmens lässt sie sich aber nicht immer genau anpassen. Bei rechtlichen Fragen fehlt außerdem ein fester Ansprechpartner, der sofort weiterhilft. Ein Pluspunkt ist die Abrechnung. Sie erfolgt meist monatlich oder jährlich und gibt Unternehmen Planungssicherheit.

Hybridlösung: Kombination aus Software und Beratung

Die Hybridlösung verbindet die Beratung durch Fachleute mit den Vorteilen der Digitalisierung. Die Software arbeitet effizient und ist für den Kunden jederzeit zugänglich. So arbeiten Unternehmen und externer Datenschutzbeauftragter eng zusammen, und bei individuellen Fragen ist immer jemand erreichbar. Weil die Abrechnung monatlich erfolgt, bleiben die Kosten für einen externen Datenschutzbeauftragten transparent und gut kalkulierbar.

Was kostet ein interner Datenschutzbeauftragter?

Ein interner Datenschutzbeauftragter ist ein Mitarbeiter aus Ihrem Unternehmen, welcher weisungsfrei die Rolle des Datenschutzbeauftragten ausführen kann. Zunächst scheint es so, dass ein interner Mitarbeiter diese Funktion kostengünstiger ausführen kann, unsere Erfahrung zeigt dabei leider etwas anderes. Die Erstausbildung zum Datenschutzbeauftragten bringt einen Kostenrahmen von ca. 5.000 € mit sich. Zudem werden Gehaltsverhandlungen aufgrund der zusätzlichen Verantwortung des Mitarbeiters folgen. Diese Punkte müssen auch bei einem internen Datenschutzbeauftragten beachtet werden:

Arbeitszeit des Datenschutzbeauftragten

In der Regel sind es 30 – 40 Prozent der Arbeitszeit eines Mitarbeiters, welche nun mit den Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten besetzt werden.

Gehaltsanteil bzw. Erhöhung des Gehalts

Durch die Bestellung des Datenschutzbeauftragten kann der Mitarbeiter einen erheblichen Gehaltsanspruch geltend machen (600€ – 1000€ pro Monat).

Aus- und Fortbildungskosten

Die Erst-Ausbildung und Zertifizierung als Datenschutzbeauftragter kostet in der Regel zwischen 3.000€ – 5.000€. Die Fortbildungskosten betragen durchschnittlich 1.500€ pro Jahr.

Praxiserfahrung

Die Praxiserfahrung von branchenunabhängigen externen Datenschutzbeauftragten ist deutlich vielseitiger durch die verschiedenen Anwendungsfälle im Vergleich zum internen Datenschutzbeauftragten.

Besonderer Kündigungsschutz

Ein interner Datenschutzbeauftragter genießt einen besonderen Kündigungsschutz, ähnlich wie der Betriebsrat. Richtig teuer kann es also werden, wenn man sich von einem Mitarbeiter dann nicht reibungslos trennen kann.

Haftung bleibt im Unternehmen

Bei einem internen Datenschutzbeauftragten haftet das Unternehmen, wie auch für alle anderen Mitarbeiter, für deren Leistung und Beurteilung von Sachverhalten. Eine Haftungsauslagerung ist hierbei nicht möglich.

Kostenvergleich von externen & internen Datenschutzbeauftragten

Ob ein externer oder ein interner Datenschutzbeauftragter günstiger ist, lässt sich mit den Kosten pro Jahr beantworten: Ein externer Datenschutzbeauftragter kostet 350 bis 800 € pro Monat, dazu kommen einmalige Kosten ab 3.000 €. Beim internen Datenschutzbeauftragten fallen eine Ausbildung (3.000 bis 5.000 €), ein Gehaltsaufschlag von 600 bis 1.000 € pro Monat, Fortbildungen (ca. 1.500 € pro Jahr) und 30 bis 40 % Arbeitszeit an. Die folgende Übersicht stellt alle Kostenpunkte nebeneinander. Welche weiteren Unterschiede es gibt, zeigt unser ausführlicher Vergleich zwischen externem und internem Datenschutzbeauftragten.

Kostenpunkt Interner Datenschutzbeauftragter Externer Datenschutzbeauftragter
Erstausbildung & Zertifizierung 3.000 € bis 5.000 € entfällt
Initiale Kosten entfällt ab ca. 3.000 €
Fortbildung ca. 1.500 € pro Jahr im Preis enthalten
Gehaltsanteil 30%, ca. 1.000 € pro Monat zusätzlich entfällt
Monatliche Kosten entfällt ab 350 € bis 800 €
Laufende Kosten ca. 8.700 € bis 13.500 €  ab 4.200 € – 9.000 €

Ein externer Datenschutzbeauftragter ist ein externer Dienstleister, der von der Organisation beauftragt wird, um als Datenschutzbeauftragter zu agieren. Der externe Datenschutzbeauftragte ist in der Regel ein Experte im Datenschutzrecht und verfügt über eine umfassende Erfahrung in der Umsetzung der Datenschutzbestimmungen. Er hat keinen direkten Kontakt zu den betroffenen Personen und Abteilungen, arbeitet jedoch eng mit der Organisation zusammen, um den Datenschutz zu gewährleisten.

Die Wahl zwischen einem internen und einem externen Datenschutzbeauftragten hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Größe und Komplexität der Organisation, der Sensibilität der verarbeiteten Daten und der verfügbaren Ressourcen. Ein externer Datenschutzbeauftragter ist sowohl für kleine als auch große Organisationen eine wirtschaftliche Wahl.

Haftungskosten eines Datenschutzbeauftragten

Nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) trägt das Unternehmen die Verantwortung für die Einhaltung der Datenschutzvorschriften und haftet demnach auch für Datenschutzverstöße und die damit entstandenen Schäden. Durch die Einführung der DSGVO sind Bußgelder in Höhe von bis zu 20 Mio. € oder bis zu 4 % des Jahresumsatzes gemäß Art. 83 DSGVO, je nachdem, was höher ist, möglich. Deshalb erscheint eine Haftungsverlagerung sehr attraktiv. In den folgenden Fällen kann ein Unternehmen Schadenersatzansprüche gegenüber dem Datenschutzbeauftragten geltend machen:

  • Haftung gegenüber dem Unternehmen: Wenn der Datenschutzbeauftragte Ihr Unternehmen falsch beraten hat und dadurch eine Bußgeldzahlung an die Aufsichtsbehörde verursacht wurde, haftet der Datenschutzbeauftragte für den Schaden nach § 280 BGB.
  • Haftung gegenüber betroffenen Personen: Falls eine betroffene Person durch eine unrechtmäßige Maßnahme des Datenschutzbeauftragten zu Schaden kommt, ist eine deliktische Haftung nach § 823 BGB möglich. Demnach muss der Datenschutzbeauftragte den Schaden ersetzen.
  • Haftungsfreistellung Datenschutzbeauftragter: Für Fehler von internen Datenschutzbeauftragten haften die Unternehmen. Externe Datenschutzbeauftragte haben oft Versicherungen, die sie schützen. Aber das Unternehmen kann trotzdem haften, sofern der Datenschutzbeauftragte ordnungsgemäß seine Aufgaben wahrgenommen hat.

Fazit

Externe Datenschutzbeauftragte stellen für Unternehmen eine sehr gute Investition dar. Die Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten ist zum einen deutlich günstiger als die Lösung, einen internen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, und bringt zum anderen für das Unternehmen auch weniger organisatorischen Aufwand mit sich. Die geringeren Kosten ergeben sich dabei besonders aus der Tatsache, dass das Unternehmen nicht an den Kosten zur Schulung und Weiterbildung des externen Datenschutzbeauftragten beteiligt ist. Bei einem internen Datenschutzbeauftragten müsste das Unternehmen selbst diese Kosten tragen. Ein interner Datenschutzbeauftragter könnte darüber hinaus viele seiner bisherigen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen, da die Tätigkeit als Datenschutzbeauftragter einerseits sehr zeitintensiv ist und er andererseits nicht in einen Interessenkonflikt geraten darf.

Abgesehen davon, dass ein externer Datenschutzbeauftragter wirtschaftlicher ist, verfügt er über umfassende Praxiserfahrung. Ohne Praxiserfahrung im Datenschutz ist es nicht leicht, Rechtssicherheit im Unternehmen zu schaffen. Dabei gilt: Die Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten ist in jedem Fall günstiger, als ein Bußgeld wegen eines Datenschutzverstoßes zahlen zu müssen.

FAQ

Was kostet ein externer Datenschutzbeauftragter im Monat?

Ein externer Datenschutzbeauftragter kostet laufend ab 350 € bis 800 € pro Monat, je nach Größe, Branche und Aufwand. Dazu kommen einmalige Kosten ab 3.000 € für das Erstaudit.

Wieviel kostet ein externer Datenschutzbeauftragter für kleine Unternehmen und für den Mittelstand?

Kleine Unternehmen liegen meist am unteren Ende der Spanne, ab 350 € pro Monat. Mittelständische Unternehmen mit mehr Mitarbeitern, Standorten und Verarbeitungen zahlen eher im oberen Bereich, ab 800 € pro Monat.

Externer Datenschutzbeauftragter günstig: Gibt es Angebote ab 50 €?

Angebote ab 50 € pro Monat sind meist unseriös, weil sich damit weder ein Erstaudit noch eine laufende Betreuung leisten lässt. Ebenso verbleibt der operative Aufwand weiterhin beim Unternehmen. Günstig heißt: eine passende Pauschale statt Stundenabrechnung, ein klarer Leistungsumfang und keine versteckten Kosten. Worauf Sie bei Angeboten achten sollten, zeigt die Übersicht zu den Preismodellen.

Was ist günstiger: interner oder externer Datenschutzbeauftragter?

In der Regel der externe. Er kostet ca. 4.200 bis 9.600 € pro Jahr. Beim internen Datenschutzbeauftragten fallen ca. 8.700 bis 13.500 € pro Jahr an, dazu eine Ausbildung (3.000 bis 5.000 €) und 30 bis 40 % Arbeitszeit. Den ausführlichen Vergleich finden Sie in unserem Beitrag zu externem und internem DSB.

Wie wird ein externer Datenschutzbeauftragter abgerechnet: Pauschale oder Stundensatz?

Üblich ist eine monatliche Pauschale mit festem Leistungsumfang, sie ist gut planbar. Ein Stundensatz oder Tagessatz eignet sich für Einzelfragen und Sonderprojekte, ist aber schwerer zu kalkulieren. Einmalige Leistungen wie ein Erstaudit werden meist als Festpreis (ab 3.000 €) abgerechnet.

Wann muss ich überhaupt einen Datenschutzbeauftragten bestellen?

Ein Datenschutzbeauftragter ist Pflicht, wenn in der Regel mindestens 20 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind (§ 38 BDSG). In weiteren Fällen gilt die Pflicht unabhängig von der Mitarbeiterzahl. Mehr dazu, wann ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden muss.